Ihr nennt es „Integration“ – Wir nennen es Ausgrenzung!
Heute findet in Pirna der „Markt der Kulturen“ statt. Eine Möglichkeit, die Region und Sachsen als weltoffen zu präsentieren. Hier und da Stände, an denen die bunte Vielfalt gezeigt werden soll. Doch ist diese in Deutschland besonders stark an eine Verwertungslogik geknüpft. Menschen aus anderen Ländern dürfen dann bleiben, wenn sie Deutschland von Nutzen sind. Andere erwartet die Einschränkung der Menschenrechte. Daher müssen wir Forderungen wiebedingungsloses Bleiberecht, Abschaffung der Residenzpflicht für alle Asylsuchenden, sowie Abschaffung der Abschiebehaft und des Asylbewerberleistungsgesetzes deutlich machen.
Außerdem wurde vor 20 Jahren in Deutschland das Grundrecht auf Asyl abgeschafft – bis heute ist dieser Vorgang umstritten und wir immer wieder zu Recht kritisiert. Immer dichter werden indes die Außengrenzen Europas ohne Rücksicht auf Menschenleben mit militärischen Mitteln abgeschottet. Wem es dennoch gelingt, nach Deutschland zu kommen, dem wird eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe nicht ermöglicht. Die Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt, Massenunterkünfte werden in abgelegenen Gegenden errichtet und sind häufig in einem menschenunwürdigen Zustand.
Bleiberecht überall – Kein Mensch ist illegal!
Heute am 25. Mai ist die K2 – Kulturkiste (Kirchgasse 2; 01796 Pirna) ein Ort, an dem sich Menschen über rassistische Vorurteile, die Verbesserung von Lebensbedingungen für Asylsuchende und politische Forderungen Gedanken machen. Diese haben nichts mit Imagepflege, Verwertungslogik oder vermeintlicher Weltoffenheit zu tun, sondern orientieren sich an den Universellen Menschenrechten.
13 Uhr – Die Arbeit der AG Asylsuchende
Seit mehr als 5 Jahren versucht die AG die Lebensbedingungen von Asylsuchenden zu verbessern. Es gibt eine ganze Reihe kleiner Erfolge aber immer wieder auch Rückschläge. Die Referent_innen werden über die Arbeit berichten und zu einer Diskussion anregen.
15 Uhr – Refugee Tent Action
Vier Wochen und fast 600 Kilometer war ein Gruppe Asylsuchender und Freund_innen von Würzburg nach Berlin unterwegs. Sie demonstrierten gegen rassistische Gesetze, die unter anderem die Bewegungsfreiheit einschränken. – Die Referent_innen waren Teilnehmende des Protestmarsches.
weiß-schwarz-Ausstellung
Den ganzen Tag über ist in der K2-Kulturkiste eine Ausstellung zu sehen, die uns zum Nachdenken über eigene Vorurteile anregen soll.
Fast 30 Menschen fanden sich gestern – am Tag gegen Homophobie – auf dem Pirnaer Markt zusammen. Dort wurde auch das neue Logo für den Christopher Street Day am 22. Juni vorgstellt. Auch AKuBiZ und die K2 Kulturkiste werden wieder dabei sein, wenn es heißt: Liebe ist für alle da!

www.csd-pirna.de
Am 14. April 2013 – feierte die Vereinsführung die SG Dynamo Dresden den 60. Geburtstag der Spielgemeinschaft. Dazu waren rund 500 Gäste ins Hygiene-Museum eingeladen. Neben Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz sprach unter anderem der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Außerdem gab Vorträge und die Ernennung von fünf Ehrenspielern. In seinen Grußworten bezeichnete der Zeit-Redakteur Micheal Diekmann die Umbenennung in „Glücksgas-Stadion“ als eine „geschichtsvergessene Idiotie“ und erntete den Applaus der Anwesenden.
Am Ende der Veranstaltung wurde dann der SGD-Preis (SGD – Stark gegen Diskriminierung) 2013 für Mitmenschlichkeit vergeben. Christian Müller (Geschäftsführer) und Mickaël Poté (Stürmer) überreichten den mit 5000 Euro dotierten Preis dem Pirnaer Verein AKuBiZ e.V. Im Besonderen überzeugte die Jury das ehrenamtliche Engagement des Vereins, der sich mit dem Antirassistischen Fussball-Cup in Lohmen gegen Diskriminierung stark macht. In diesem Jahr wird das Turnier zum siebenten Mal stattfinden.

Christian Müller (Geschäftsführer) und Mickaël Poté (Stürmer) überreichten den mit 5000 Euro dotierten Preis
„AKuBiZ war viele Jahre – gemeinsam mit anderen Initiativen – einer der wenigen Gegenpole zu einer gewalttätigen Neonazi-Bewegung in der Sächsischen Schweiz. Und Dynamo Dresden ist einer von wenigen Vereinen, die immer wieder einen Standpunkt gegen Rassismus im Stadion beziehen. Nicht allen gefällt das aber die Klarheit ist notwendig und richtig. Sie ist eine positive Bestärkung für viele Menschen und damit für eine aufgeklärte Gesellschaft.“ heißt es in einer Erklärung des AKuBiZ zum Preisgewinn.
Als freier Fotograf zieht Jan Schenck momentan durch die Gegend, um sein neuestes spannendes Projekt zu realisieren: Die Erstellung eines Online-Atlas zu den Bücherverbrennungen des Nationalsozialismus. Am 17.04. zieht es Jan nach Pirna, wo am 09. März 1933 in der Breiten Straße Bücher in Flammen aufgingen. Um 19:00 wird er in der Kulturkiste sein, um uns sein Projekt vorzustellen.
Weitere Informationen zu den Hintergründen findet ihr auf der Homepage des Projekts. Wir hoffen, dass es euch trotz der kurzfristigen Ankündigung gelingt, diesem Vortrag beizuwohnen
Eure K2-Kulturkiste
Am Internationalen Tag der Roma, gab es auch in Pirna eine kleine Aktion. Das Roma Zentrum hatte dazu aufgerufen in vielen Städten „tausende Luftballons“ steigen zu lassen. LINKE, Grüne und K2 Kulturkiste steuerten 60 Luftballons bei. Damit wenden wir uns gegen Diskriminierung der Roma. Gerade unmittelbar auf tschechischer Seite gibt es seit Monaten eine angespannte Situation. Tschechische Nazis, unterstützt von ihren deutschen Gesinnungsfreunden heizen die Stimmung in Sluknov an und organisieren auch Pogrome gegen Roma. Und auch in Deutschland geben Nazis immer wieder alles darum, Sinti und Roma als Sündenböcke darzustellen. Außerdem schieben deutsche Behörden seit Monaten hunderte Roma in den Kosovo ab.

Für die Rechte und Selbstermächtigung von Roma! Überall!
Am 02. März 2012 startete AKuBiZ e.V. in Kooperation mit dem Roten Baum e.V. ein neues Projekt. In der Nähe des Pirnaer Marktes entstand ein Treffpunkt für politisch Interessierte. Die K2 Kulturkiste machte sich zum Ziel ein Platz zu sein, in denen Ausstellungen gezeigt werden, Vorträge gehalten oder Vorbereitungstreffen stattfinden können. Nach einem Jahr blickten wir nun zurück und luden Freund_innen ein, um mit uns zu feiern.

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